Widersprüchliches Verhalten

Widersprüchliches Verhalten: 

Warum wir nicht immer „kongruent“ sein müssen.

Der Begriff Kongruenz steht allgemein für Übereinstimmung, Passung oder Deckungsgleichheit. In der Psychologie wird er oft mit authentischem Erleben und Verhalten gleichgesetzt – also damit, dass unser Handeln, Fühlen und Denken im Einklang stehen.

Doch was, wenn das im Alltag gar nicht so einfach ist?
Dürfen wir von uns selbst – oder gar von anderen – erwarten, dass wir stets kongruent sind?

Wenn wir genau hinschauen, stellen wir fest: Wir alle handeln manchmal widersprüchlich.
Vielleicht setzen wir uns für Nachhaltigkeit ein, kaufen dann aber aus Bequemlichkeit ein Plastikprodukt.
Oder wir wünschen uns Nähe, ziehen uns im nächsten Moment aber zurück.
Diese kleinen Alltagswidersprüche sind menschlich – und sie sind erlaubt.

Ein Beispiel aus dem Alltag:
Stellen Sie sich vor: Sie sind überzeugt, dass Pünktlichkeit wichtig ist – doch heute sind Sie selbst zu spät zu einem Termin / zu einer Verabredung gekommen, weil Sie noch schnell einer Person helfen wollten. Ein Widerspruch? Vielleicht. Aber er zeigt, dass wir in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Werte priorisieren – und das ist normal.

Ein weiteres Beispiel:
Sie betonen immer wieder, wie sehr Sie Ruhe brauchen und wie wichtig Ihnen ein ruhiges Zuhause ist. Doch sobald Sie nach Hause kommen, lassen Sie den Fernseher im Hintergrund laufen, Sie telefonieren mit dem Handy und Sie selbst reden lautstark. Hier prallen Wertvorstellung und tatsächliches Verhalten aufeinander – ohne dass es böse Absicht ist

Welche Probleme entstehen, wenn wir immer „kongruent“ sein wollen?

1. Überforderung und Selbstzweifel: Wer von sich verlangt, jederzeit stimmig und widerspruchsfrei zu handeln, setzt sich unter enormen Druck. Jede Abweichung wird als persönliches Versagen gewertet – das belastet die Psyche und kann zu emotionaler Erschöpfung führen.
2. Unrealistische Erwartungen an andere: Wenn wir von anderen erwarten, sie müssten immer logisch und konsistent handeln, führt das oft zu Enttäuschung und Konflikten. Wir übersehen, dass auch andere Menschen komplex, situationsabhängig und eben nicht immer „berechenbar“ sind.

Als Psychotherapeut sehe ich hier einen wichtigen Ansatzpunkt.

In meiner Arbeit begleite ich Menschen dabei, mehr Freundlichkeit mit sich selbst zu entwickeln – auch gegenüber den eigenen Widersprüchen.
Es geht nicht darum, sie „aufzulösen“, sondern sie als Teil unserer menschlichen Natur anzuerkennen.

Wir können lernen:

  • uns selbst Erlaubnis zu geben, nicht perfekt sein zu müssen.
  • widersprüchliche Gefühle und Handlungen ohne Schuldzuweisung zu betrachten.
  • realistischere Erwartungen an uns und andere zu entwickeln.

Denn erst, wenn wir unsere inneren Widersprüche annehmen, können wir authentisch – und damit wirklich kongruent – leben.

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Haben Sie manchmal das Gefühl, im Widerspruch zu sich selbst zu stehen? Sie sind nicht allein. Wenn Sie Unterstützung im Umgang mit solchen Gedanken und Gefühlen suchen, stehe ich Ihnen gerne zur Seite.

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